Monatsdienst „Atemschutzüberwachung“

 

Atemschutzüberwachung stand auf unserem Ausbildungsplan für den Monat August 2019.

Die beiden Ausbilder Frank Oetzmann und Markus Krug hatten sich auf diesen Dienst vorbereitet. Beide sind auch Atemschutzgeräteträger-Ausbilder bei der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf und daher bestens geeignet für diesen Ausbildungsdienst.

Im theoretischen Teil wurden die Kameradinnen und Kameraden aus unserer gemeinsamen Kooperation Feuerwehr Seedorf / Jelmstorf in die Atemschutzüberwachung unterwiesen.

Die folgenden Aufgaben im Einsatz wurden durchgesprochen:

Dokumentation der Zeiten der Atemschutzgeräteträger (AGT)
Name des Trägers, Flaschendruck vor dem Einsatz, genauer Einsatzauftrag,
errechneter Rückzugszeitpunkt oder Rückzug bei Restflaschendruck.
Kommunikation während des Einsatzes, Standort des Trupps oder Abfrage des tatsächlichen Flaschendruckes. Abmeldung des Trupps nach dem Einsatz.

Nachdem sich die beiden Ausbilder vergewissert haben, dass jede Kameradin und jeder Kamerad dieses Dokument der AGT-Überwachung richtig ausfüllen kann, konnte kurz darauf dieses unter Beweis stellt werden.

Die beiden Ausbilder benannten die Fahrzeugbesatzung der beiden Feuerwehrfahrzeuge ( TSF ) mit jeweils zwei AGT-Träger. Die Fahrzeuge wurden besetzt und anschließend gab es einen Einsatzort mit unbekannter Rauchentwicklung, Personen werden vermisst.

In den beiden Übungszenarien sollten die beiden Fahrzeugführer zusammenarbeiten und auch das nachfolgende Fahrzeug aus der Kooperation sinnvoll einsetzen.
Aufgaben wie, die Wasserversorgung bis zum Verteiler aufbauen.
Das Feuerwehrfahrzeug ( TSF ) korrekt platzieren, damit nachrückende Fahrzeuge, wie die Drehleiter an das Einsatzobjekt heranfahren können.
Die / der Gruppenführer/-in eine ordentliche Lageerkundung am Einsatzobjekt vornehmen, damit anschließend alle Feuerwehrkräfte richtig einsetzt werden.
Heißt der Einsatzbefehl „Brandbekämpfung“ oder „Menschenrettung“. Die Menschenrettung hat immer Vorrang vor dem Löschen eines Brandes.
Der AGT-Trupp rüstet sich für seinen Einsatz im Brandobjekt aus und meldet sich einsatzbereit bei der ATG-Überwachung. Die AGT-Überwachung bereitet die Einsatzdokumentation vor und prüft beim Funkcheck mit dem AGT-Trupp die die Funkverbindung im 2m-Band.

In diesem Ausbildungsdienst hatten wir zwei verschiedene Objekte. Eines in Seedorf, eines in Jelmstorf. In beiden wurden zwei Personen vermisst.
Nun war der Einsatzauftrag bekannt und die AGT-Trupps gingen zur Menschenrettung vor. Zur Eigensicherung nahm der erste AGT-Truppe ein C-Hohlstrahlrohr mit Wasser am Strahlrohr ins Gebäude mit. Hierbei wurde besonders das Schlauchmanagement trainiert. Wie setzt der Angriffstrupp den Schlauchtragekorb mit 3 C-Schläuchen sinnvoll ein. Die Personensuche im Gebäude wurde, unter den Augen der Ausbilder Krug und Oetzmann, durchgeführt. Suchtechniken bei der Menschenrettung, Kommunikation mit Gruppenführer, AGT-Überwachung, sowie des zweiten AGT-Trupps wurden begutachtet. Zusätzlich sollte ein zweiter Rettungsweg über die Steckleiter am Gebäude errichtet werden.

Nach dem erreichen des Einsatzziels gab es eine Nachbesprechung. Was war gut, was können wir verbessern. Die gesamte Truppe wurde gut gefordert, denn diese Übungen waren bereits etwas größer angelegt und komplexer.

Umso wichtiger, das Grundsatzaufgaben reibungslos ablaufen um einen schneller Einsatzerfolgt zu erreichen.

Gemeinsam wurden die Gerätschaften nach der Übung zusammengepackt und ins TSF verlastet.
Besonders die Bestückung der Schlauchtragekörbe mit drei C-Schläuche und jeweils drei längere Schlaufen, für eine schnelle Verlegung der Schlauchbuchten aus den Tragekörben.
In vielen Übungen und im Einsatz, haben wir festgestellt, dass diese vorbereiteten Schlaufen in den Tragekörben ein zeitlicher Vorteil für den AGT-Trupp bringt, gerade im Dunkel, bei Nachteinsätzen.

Im September 2019 gibt es nur einen gemeinsamen Ausbildungstermin für alle Kameradinnen und Kameraden unserer Kooperation.
Dieser Dienst findet am Freitag, 27.09.2019 ab 19:00 Uhr statt.

Vielen Dank an die Familien Hellberg und Kuke für die Unterstützung bei diesem Monatsdienst.